He shou wu
He shou wu
Niu xi
Niu xi
Bu gu zhi
Bu gu zhi
Ge gen
Ge gen

Erläuterungen des Rezepts

 

Die Rezeptur Qi bao mei ran dan  ist modifiziert. (1) Die von der Apotheke gelieferten Kräuter werden halbiert und reichen für zweifache Zubereitung der Basismischung.

 

Die Kräutermischung wurde ursprünglich für vorzeitiges Altern aufgrund von einem Mangel an Nieren-Essenz und Leber-Blut eingesetzt. Dieser  Mangel führt zu einer Unterversorgung der Haare und fördert vorzeitiges Ergrauen und Haarausfall. Das vorliegende Rezept für einen Porridge ist indiziert bei verstärktem Haarausfall, sehr trockenen, kraftlosen und dünner werdenden Haaren  ab Mitte 40,  nach auszehrender Erkrankung bzw. nach einer Schwangerschaft. 

Neben den Haarproblemen können weitere Trockenheitszeichen vorhanden sein: trockene Haut, Stuhl, Augen, Mund, Rachen, spröde Fingernägel. Es empfiehlt sich  3 - 4 x pro Jahr  eine Anwendung als Kur. In dieser Phase sollten Milchprodukte und Süßes reduziert konsumiert werden

 

He shou wu tonisiert die Nieren-Essenz, während Gou qi zi, Tu si zi und Sesam-samen Leber und Niere nähren. Niu xi tonisiert Niere und Leber und stärkt da-durch Sehen und Knochen. Dang gui nährt das Blut. Bu gu zhi wärmt das yang, um yin und yang auszugleichen.

 

Poria fördert die Ausscheidung von Nässe, einerseits um die Milz zu unterstützen, andererseits als ein Gegengewicht zu den befeuchtenden Eigenschaften der anderen Kräuter. Ge gen leitet die Wirkung zur Kopfhaut. (1)

Walnussherne  sind warm und süß, sie ergänzen Nieren yin und yang. (2) Hanfsamen befeuchten Trockenheit (auch der Haare) und fördern das Haarwachstum. (3)

Hafer und Amaranth sind die sättigende, mittestärkende Basis des Frühstücksbreis. Sojabohnen liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß und tragen zu einer guten Sättigung bei.

 

 

 

Wirkung der Zutaten

 

He shou wu - Polygoni Multiflori Radix -  vielblütiger Knöterich-Wurzel

Leber, Niere

neutral, süß, bitter,

ergänzt Blut und stützt Jing. Befeuchtet Trockenheit und senkt yang ab (4)

 

Gou qi zi - Lycii Fructus - Bocksdornfrüchte

Leber, Niere, Lunge

neutral, süß, absenkend

stützt yin und Jing, klärt Augen und Kopf (5)

 

Niu xi - Achyranthis Radix - Ochsenkniewurzel

Leber, Niere

neutral, bitter, sauer, absenkend

bewegt Blut, löst Blutstase, kräftigt den Bewegungsapparat, kühlt Hitze, stützt yin und senkt yang ab (6)

 

Dang gui - Angelicae sinensis Radix - chin. Angelicawurzel

süß, Leber, Herz

warm, scharf, emporhebend

ergänzt Blut und bewegt Blut, befeuchtet Trockenheit, laxierend (7)

 

Bu gu zhi - Psoraleae Fructus - Asphaltkleesamen  

Niere, Milz

warm, scharf, bitter, emporhebend,

stützt yang und Jing, stützt die Niere und Qi, hebt Qi empor (8)

 

Fu ling - Poria - Kokospilz

Herz, Lunge, Milz, Magen, Nieren

neutral, süß, absenkenddiuretisch, leitet Feuchtigkeit aus, stützt die Mitte, kanalisiert Schleim,zerteilt Schwellungen (9)

 

Tu si zi - Cuscutae Semen - Teufelszwirnsamen

Niere, Leber, Milz

neutral, scharf, süß, emporhebend

stützt das Nieren-yang bei Impotenz, Spermatorrhö, häufige Miktion; stützt das Jing; stützt das Qi bei chronischer Diarrhö, Appetitmangel; klärt Augen und Kopf bei unscharfem Sehen, Sehtrübung (10)

 

Ge gen - Puerariae Lobatae Radix - Kopoubohnenwurzel

Milz, Magen

neutral, süß, scharf

Körpergewebe lösend, Oberfläche lösend, Exantheme herausbefördernd,

Säfte ergänzend, Diarrhoe beendend, Qi emporhebend, Wind ausleitend (11)

 

Amaranth, Haferflocken

die sättigende Hauptkomponente des Frühstücks, sie liefern Qi, nähren die Mitte, unterstützen die Blutbildung durch den Eisengehalt

 

Walnüsse - Hu tao ren

Niere

warm, süß, bitter

ergänzen Nieren- yin und -yang, liefern hochwertige Öle,  tragen mit Butter/Ghee zur anhaltenden Sättigung bei (2)

 

Hanfsamen - Huo ma ren - Cannabis Fructus

Milz, Magen, Dickdarm

süß, nentral

befeuchtet Trockenheit (auch der Haare) und fördert Haarwachstum (3)

 

 

Weiterführende Informationen zu Kontraindikationen einzelner Heilkräuter sind der Fachliteratur  zu entnehmen.

 

 

 

Quellenangabe

 

(1)    Chen, Chen: Chinesische Pharmakologie II, Verlag Systemische    Medizin, Bad Kötzting, S 661

     (2)    Engelhardt, Hempen, Chinesische Diätetik, Urban & Fischer München                   200,  S. 84

     (3)    Chen, Chen, Chinesische Pharmakologie I, Verlag Systemische  

                 Medizin, Bad    Kötzting, 2012 S. 305

     (4)   Hempen C.-H., Leitfaden Chinesische Phytotherapie, 2. Auflage, Urban

                & Fischer, S. 790

     (5)    Ebenda S. 812

     (6)   Ebenda S. 532

     (7)    Ebenda S. 780

     (8)   Ebenda. S. 776

     (9)   Ebenda S. 340

    (10)  Ebenda S. 758

    (11)  Ebenda S. 68