"Das Bewahren der Essenz, das Üben des Qi und das Nähren des Geistes –
dies sind alles Methoden, die zu einem langen Leben führen.“
Yangshen fu ya, 1606 n. Chr.

Qigong

Übungen zum „Leiten und Dehnen“ werden seit Jahrhunderten in China gepflegt. Unterschiedlichste Übungsformen und -stile von verschiedenen Meistern und Schulen führten zur Entwicklung eines großen Übungs-
repertoires. In der Mao-Ära sind alle diese Übungen unter dem Begriff Qigong (Übungen mit dem Qi) zusammengeführt worden. Allen gemein ist eine Kombination aus Bewegung, Atmung und Vorstellungskraft. Dabei gibt es Übungen, die in Bewegung ausgeführt werden und Ruheübungen.

 

Die Intentionen zur Ausführung der Übungen waren je nach philoso-phischem, religiösem oder politischem Hintergrund unterschiedlichster Art. So strebte der Daoismus nach der Verlängerung des Lebens oder gar nach dem Weg zur Unsterblichkeit. Heute werden die Übungen vor allem als wichtiger Baustein im Rahmen der Lebenspflege (Yangsheng) gesehen.

 

Aus Sicht der TCM sind Qigong-Übungen sehr gut dazu geeignet das Qi zu nähren, den Geist zu harmonisieren, den Qi-Fluss anzuregen und Blockaden aufzulösen. Dies macht die Übungen wertvoll auch im Zusammenhang mit therapeutischen Anliegen.

 

Die Vielfalt an Qigong-Schulen und verschiedenen Übungsformen wird auch in Deutschland zunehmend größer und für den Anfänger unübersichtlicher. Qigong Yangsheng umfasst Übungsmethoden, die auf das Lehrsystem von Prof. Jiao Guorui (1923 - 1997) zurückgehen und zum medizinischen Qigong gezählt werden. Die Medizinische Gesellschaft für Qigong Yangsheng in Bonn bietet seit vielen Jahren umfangreiche Ausbildungen an. Da ich aktuell keine Qigong-Kurse anbiete, bin ich Ihnen gerne bei der Suche nach einem guten Kursangebot  behilflich.